Aaron Jeske als „Hobble-Frank“
Im Gespräch mit Aaron Jeske..
Der gebürtige Kölner Schauspieler und Sprecher Aaron Jeske begeistert mit einer beeindruckenden Bandbreite an Dialekten, Imitationen, Comedy und Improvisationstalent. Seine Schauspielausbildung absolvierte er in Köln, seit 2019 ist er zudem erfolgreich als (Synchron-)Sprecher tätig.
In diesem Jahr steht er bereits zum zweiten Mal bei den Karl-May-Spielen in Pullman City auf der Bühne – erneut als kauziger Trapper „Hobble-Frank“: eine Rolle voller Witz, Charme und Charakterstärke.
Howdy Aaron,
deine zweite Saison bei den Karl-May-Spielen in Pullman City als „Hobble-Frank“ steht an. Worauf freust du dich am meisten, wieder hier in der Westernstadt zu sein?
Auf die Menschen, auf die Pferde und auf die Natur
Auch in diesem Jahr verkörperst du wieder den schrägen, aber liebenswerten Trapper. Liegt dir diese Rolle besonders – und wenn ja, warum?
Ich mag es solche Rollen zu verkörpern. Der etwas schräge Typ, der unfreiwillig witzig ist – das hat auch ein wenig mit meinem Leben zu tun. Und ob privat oder auf der Bühne habe ich Spaß daran. :)
Was hat dich in der vergangenen Saison so begeistert, dass für dich schnell klar war: Ich komme zurück?
Die Atmosphäre auf der Bühne und ganz klar die Menschen da. Ich hab in so kurzer Zeit so viel gelernt, weil es ein familiäres Zusammenhalten war. Egal ob Kellner, Komparse, Kollegen oder die lieben Menschen aus dem Stall, alle waren so freundlich und hilfsbereit. Das hat mich schwer beeindruckt.
Hast du ein spezielles Ritual vor deinen Auftritten? Und hilft es dir vielleicht sogar gegen Lampenfieber?
Eigentlich nicht, aber ich habe mir fest vorgenommen, vor den Shows wieder mein Pferd zuzuquatschen
Was war bislang der lustigste Moment, den du in Pullman City erlebt hast?
puh… das ist schwer. Ich hatte unheimlich viele lustige Momente mit meinen geschätzten Kollegen. Ob auf der Bühne, am See oder bei den abendlichen Spielen und Gesprächen auf unserer Veranda. Auch die Abende in der Hudson Bar haben für sehr viel Gelächter gesorgt…
Wie lässt du einen gelungenen Schauspieltag am liebsten ausklingen?
mit einem reflektierenden Gespräch
Hast du einen persönlichen Bezug zu Karl May oder seinen Geschichten?
naja… also wenn, dann dass ich wohl auch privat ein schräger Vogel wie Hobble-Frank bin ;)
Was war in deiner bisherigen Laufbahn deine anspruchsvollste Rolle – und warum?
Diese Rolle/Figur nennt sich “Julius” und ist aus dem Stück “Cipök 9 Menschen, 9 Jahre”. Es geht um 9 Freunde die sich jährlich zwischen 1936 – 1945 treffen. Und ich spiele dabei die Figur, die sich voll und ganz mit dem Nationalsozialismus identifiziert. In der Rollenerarbeitung hatte ich mit einigen Widerständen und viel Wut zu kämpfen. Das war nichts, dass ich privat je erlebt hatte und musste gucken, wie ich damit umgehe. Aber im Nachhinein war es dennoch gut. Ich hab viel über mich und meine Werte gelernt und deshalb mache ich diesen Job auch so gerne.
Angenommen, du würdest selbst ein Drehbuch schreiben: Worum würde es darin gehen?
Das liegt schon in der Schublade und ist ein Buddy Movie. Nun zumindest gibt es nur einen unfreiwilligen Buddy. Ich würde wohl grundsätzlich Komödien schreiben. Mein Talent liegt darin, Situationen witzig zu gestalten.
Wenn du einmal nicht auf der Bühne stehst – wie gestaltest du deine Freizeit?
Ich gestehe, ich bin ein Zocker. Wenn es draußen kalt wird, dann liebe ich es zu daddeln. Ansonsten lerne ich hin und wieder gerne neue Sprachen (an) und Tischtennis spiele ich auch ganz gerne. Und im Sommer einfach unter Freunden zu sein und das Leben genießen J
Was ist für dich das Schönste an deinem Beruf als Schauspieler?
Der Nebeneffekt einer Rollenarbeit. Eine Rolle zu erarbeiten macht Spaß, aber die tollen Nebeneffekte sind wirklich schön. Ich lerne mich selbst immer besser kennen. Das hilft natürlich auch bei manchen Entscheidungen
Welchen Beruf würdest du heute ausüben, wenn es nicht die Schauspielerei geworden wäre?
Stand Up Comedian
Hast du ein persönliches Lebensmotto?
“warum nicht?”
Und zum Abschluss – ganz kurz und knackig: Du in einem einzigen Satz:
Schräger Kerl, der häufig den Dialekt wechselt bis du lächelst.



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