Christian Friedrich als „Kita Homascha“
Christian Friedrich stellt sich vor….
Christian Friedrich ist in diesem Jahr zum zweiten Mal Teil der Karl-May-Familie in Pullman City. In der vergangenen Saison stand er noch als Bösewicht auf der Bühne – nun schlägt er ein neues Kapitel auf: Als „Kita Homascha“, Krieger der Naiini-Comanchen und Sohn des Häuptlings, zeigt er eine ganz andere Seite.
Doch nicht nur der Rollenwechsel fordert ihn heraus – auch echte Gefühle kommen ins Spiel, denn sein Herz schlägt ausgerechnet für die Tochter der Majestät „Bonnie“.
Wir wollten mehr über ihn erfahren. Im folgenden Interview lernt ihr Christian Friedrich näher kennen.
Howdy Christian – welcome back in Pullman City!
Schön, dass du auch in diesem Jahr wieder Teil der Karl-May-Spiele bist. Worauf freust du dich am meisten, wenn du an die neue Sommersaison denkst?
Ganz klar auf dieses besondere Gefühl hier. Pullman ist irgendwie mehr als nur Arbeit – du kommst an und bist sofort wieder in dieser Welt drin. Die Kollegen, das Publikum, die Energie… und einfach wieder auf der Bühne zu stehen und Teil von so einer Geschichte zu sein. Darauf freue ich mich.
Und worauf freust du dich vielleicht ein kleines bisschen weniger? 😉
Wenn’s richtig heiß wird und du in voller Montur durch den Sand rennst, denkst du dir schon manchmal: „Warum genau wollte ich das nochmal?“
Aber das gehört halt dazu – und irgendwie macht genau das am Ende auch den Spaß (lach).
„Kita Homascha“ – Sohn des Häuptlings. Gibt es etwas an dieser Rolle, das dich besonders beeindruckt oder berührt?
Obwohl er selbst schon viel durchgemacht hat, versucht er trotzdem, jedem fair und gerecht zu begegnen. Gleichzeitig muss er seine Stärke bewahren – gerade als Sohn des Häuptlings. Und genau dieses Spannungsfeld macht ihn für mich so spannend.
Ich glaube, jeder kennt dieses Gefühl, irgendwie seinen eigenen Weg finden zu müssen, obwohl von außen viel auf einen einwirkt.
Wo liegt für dich die größte schauspielerische Herausforderung bei dieser Figur?
Die Balance. Er ist Krieger, er hat eine gewisse Haltung – aber gleichzeitig ist da auch viel Gefühl und Verletzlichkeit. Das beides ehrlich zu zeigen, ohne dass es zu viel oder zu wenig wird, ist für mich die größte Herausforderung.
Wenn du nicht gerade in Pullman City auf der Bühne stehst: Was liegt dir mehr – Film oder Theater? Und warum?
Mein Herz gehört schon dem Film – diese feinen Nuancen und Details, das liebe ich total.
Aber ich habe auch die Bühne, besonders die Freilichtbühne, für mich entdeckt. Dieses direkte Feedback kann knallhart und gleichzeitig wunderschön sein. Das hat schon seinen ganz eigenen Reiz.
Eine Freilichtbühne bringt ganz eigene Bedingungen mit sich. Worin besteht deiner Meinung nach die größte Herausforderung bei einer Inszenierung unter freiem Himmel – und wie bereitest du dich darauf vor?
Wetter, Geräusche – es kann einfach alles passieren. Ich versuch gar nicht dagegen anzukämpfen, sondern nehme das mit rein und plane es im Kopf direkt mit ein. Dann bleibt man entspannter und mehr im Moment.
Hast du ein bestimmtes Ritual, das du vor jedem Auftritt zelebrierst?
Ja, aber das bleibt meistens hinter der Bühne. (lach)
Ich zieh kurz vorher ein paar Grimassen, um das Gesicht locker zu machen und die Spannung rauszunehmen. Sieht wahrscheinlich komplett bescheuert aus – hilft aber extrem.
Wie bereitest du dich ganz konkret auf die Rolle des „Kita Homascha“ vor?
Erstmal ganz klassisch: Recherche über die Zeit und die Umstände damals.
Und dann geh ich in die Charakterarbeit – seine Ziele, seine Träume und vor allem seine Beziehungen zu den anderen Figuren. Daraus entsteht dann nach und nach alles Weitere.
Gibt es eine Traumrolle, die du eines Tages unbedingt einmal spielen möchtest?
Das hat sich tatsächlich ein bisschen verändert – ich find Synchron mittlerweile extrem spannend. Da gibt’s auch eine Rolle, die ich mega feiern würde… aber die bleibt erstmal geheim.
Was verbindest du persönlich mit den Geschichten von Karl May und den Abenteuern von Winnetou?
Für mich sind das einfach pures Abenteuer. Damit bin ich aufgewachsen – diese Welt, diese Figuren, dieses Gefühl von Freiheit.
Aber je älter ich geworden bin, desto mehr habe ich gemerkt, dass da noch mehr drinsteckt. Es geht nicht nur um Cowboys und Kämpfe, sondern auch um Freundschaft, Vertrauen und darum, andere Sichtweisen zu verstehen.
Gibt es einen Lieblingsplatz in der Westernstadt Pullman City, an den du dich vor einer Vorstellung zurückziehst, um Kraft zu tanken oder zur Ruhe zu kommen? Vielleicht sogar ein Lieblingsrestaurant? Warum gerade dieser Ort?
Ich hab tatsächlich einen geheimen Platz… aber wie der Name schon sagt, bleibt der natürlich geheim. (lacht)
Ich finde es aber generell wichtig, sich vor einer Show kurz zurückziehen zu können – einfach mal raus aus dem Trubel, einmal durchatmen und bei sich ankommen.
Welche Ziele hast du als Schauspieler – sowohl kurzfristig als auch langfristig?
Kurzfristig will ich einfach weiter machen, Erfahrungen sammeln, drehen, spielen – und mich jedes Mal ein Stück verbessern.
Langfristig möchte ich einen Fußabdruck hinterlassen, weiterhin Spaß an meinem Beruf haben – und im besten Fall auch andere Menschen damit inspirieren.
Ein Blick auf den Menschen hinter der Rolle
Mit welchen drei Worten würdest du dich selbst beschreiben – und warum gerade diese?
Leidenschaftlich – weil ich für das, was ich tue, wirklich brenne.
Loyal – weil mir meine Menschen extrem wichtig sind.
Und humorvoll – weil man das Ganze sonst manchmal gar nicht durchsteht.
Wie verbringst du gerne deine Freizeit?
Viel kreativ – eigene Projekte, Drehs, Ideen spinnen. Ich probiere gerne Sachen aus.
Aber am Ende sind mir meine Herzensmenschen genauso wichtig – die Zeit mit ihnen gibt mir am meisten.
Zum Abschluss gehört dir das Wort:
Warum sollte man sich in diesem Jahr „Das Halbblut – trügerisches Gold “ auf keinen Fall entgehen lassen?
Weil es mehr ist als nur eine Show.
Du bekommst Action, Emotionen und eine Geschichte, die dich mitnimmt – und im besten Fall auch noch beschäftigt, wenn du längst wieder zu Hause bist.
Und genau dafür stehen wir jeden Tag mit Herz und Seele auf der Bühne.



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