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Howdy Mike,
die neue Karl-May-Saison steht bevor! In diesem Jahr mit dem Stück „Unter Geiern“. Bereits seit Wochen und Monaten sitzt du am Textbuch, triffst die Musikauswahl, bist in Abstimmungen mit Bühnenbau, Schneiderinnen, Pyrotechnik uvm. Was ist es, was dich so sehr an den Geschichten Karl Mays begeistert?
Ich habe bereits als Kind die Geschichten Karl Mays geliebt und erlebte mit Winnetou und Old Shatterhand tolle Abenteuer noch unter der Bettdecke. (lacht) Es sind zeitgemäße Themen, die Karl May bereits in seinen Romanen vermittelte, wie Menschenrechte, Naturverbundenheit und christliche Werte. Zusammen mit den unglaublichen Abenteuern rund um unsere Kindheitshelden, ist das ein wirklich guter Stoff für eine Theater-Inszenierung.

Pyrotechnik, viele Komparsen, viele Schauspielkollegen, Kampfszenen, Pferde, …. Es ist immer viel Aktion auf der Freilichtbühne. Wie behältst du den Überblick?
Das ist in der Tat nicht einfach. Aber mit dem Teamgeist, dem Willen, als Team eine gute Inszenierung auf die Beine zu stellen, habe ich eine hervorragende Unterstützung. Natürlich ist eine gewisse Führung notwendig,  ebenso wie eine rechtzeitige Organisation und Planung, um sämtliche Eventualitäten zu berücksichtigen. Das heißt also mit allem rechtzeitig zu beginnen. Eine Theaterinszenierung ist sehr umfangreich. Daher starte ich mit der Planung der neuen Inszenierung schon während der laufenden Saison. 

Was ist der Moment auf den du dich am meisten freust – angefangen vom Textbuch bis hin zur Premiere? Und wieso?
Eigentlich sind es viele Bereiche. Angefangen damit, wieder die Romanvorlage zu lesen, um herauszufinden, wie wir das auf der Bühne umsetzen können.
Es ist aber auch der Moment, wenn ich anfange die Geschichte zu schreiben. Es ist ja dann meine eigene Version, meine eigene umgesetzte Story.
Ich freue mich aber auch auf die Arbeit rund um die Musikauswahl. Es ist besonders schwer, die richtige Musik für die jeweilige Szene zu finden. Aber wenn du diesen Moment, diesen einen kurzen Musikausschnitt, gefunden hast, dann macht das was mit dir.
Vor allem freue ich mich aber auf die Zusammenarbeit mit großartigen Kollegen. Es sind genau die Menschen, die mit ihrer Schauspielkunst meine Geschichten zum Leben erwecken und die Besucher mit einem Lächeln nach Hause schicken.

Du selbst stehst ja nicht auf der Bühne während der Vorstellungen, aber verspürst du wie die meisten Schauspieler auch Lampenfieber? Und wenn ja, wie gehst du damit um?
Natürlich! Lampenfieber gehört dazu. Vor allem, wenn man die gesamte Verantwortung innehat. Es spuken Fragen in einem herum: Wie nimmt der Besucher deine Story an? Ist er begeistert? Wie funktioniert die Technik? Wie setzen die Kollegen das Erprobte um? Ich habe viele Jahre neben der Regie auch Hauptrollen übernommen. Beides zusammen aber, also Verantwortung und Schauspiel, ist ein zu mächtiges Fieber (lacht).
Das Lampenfieber ist wichtig für die Konzentration und kann zu Leistungssteigerung führen. Wenn du es also schaffst, die Anspannung Minuten vor dem Beginn in eine positive Energie zu transformieren, dann wird dir der Moment nicht nur leichter fallen, sondern auch etwaige Routine erst gar nicht aufkommen lassen.

Was reizt dich besonders an der Freilichtbühne in Pullman City?
Die unglaublichen Möglichkeiten, die diese Bühne bietet. Zum Glück hatte ich damals (2018) die Möglichkeit, zusammen mit der Geschäftsführung den Bau und die Umsetzung zu planen. Aufgrund meiner gesammelten Erfahrungen, konnten wir hier das Optimalste, das Möglichste, herausholen. 

Wenn es nicht gerade ein Karl-May-Stück wäre – für welches Genre würdest du auch gern mal ein Textbuch schreiben und Regie führen? Und warum?
Sehr gerne ein Fantasy-Stück. Mit Elfen, Zwergen, Rittern und Feen. Drachen und Magiern, mit… nun gut, ich komme gerade ins Schwärmen (lacht).
Aber dieses Thema reizt mich sehr! Es gibt unzählige Möglichkeiten für eine tolle Fantasy-Inszenierung!

Und jetzt möchten wir dich gern noch ein bisschen mehr in privater Hinsicht kennenlernen:
Das ist nun ja bereits deine 7. Saison in Bayern. Hast du dich schon an den Dialekt gewöhnt😉 Hast du ein bayerisches Lieblingswort😊?
(lacht) „Servus“! Nein, kein Lieblingswort, aber ich schätze sehr die Mentalität der Bayern. In den vielen Jahren bin ich schon fast ein Bayer geworden, oder? Aber der Dialekt ist manchmal etwas schwierig zu verstehen, besonders wenn sehr schnell gesprochen wird. Ich weiß, „Zeit ist Geld“, aber bitte habt einfach Nachsicht mit dem Nordlicht (lacht).

Wenn du nicht gerade in Pullman City bist, was machst du dann?
Die meiste Zeit nehmen tatsächlich die Karl-May-Spiele in Anspruch. Aber auch das Magazin „Karl-May-Treff“, dessen Herausgeber meine Frau und ich seit 2004 sind. Die Nennung weiterer derzeitiger Projekte würde aber den Rahmen hier sprengen. 

Hast du Hobbys? Wenn ja, welche?
 „Wandern“, sportliche Aktivitäten und „zocken“. Ja, richtig gehört. Ich spiele gerne auf der Konsole. Welche Spiele? Viele…(lacht).

Worüber kannst du richtig lachen und worüber ärgerst du dich?
Über richtig guten Humor. Witzige Momente… ich lache gern! Richtig ärgern kann ich mich über Menschen, die unehrlich und ungerecht sind. Über Personen, die integrieren.

Hast du einen Lieblingsplatz in Pullman City? Und wenn ja welchen und warum?
Oh, es gibt viele schöne Plätze in Pullman City. Natürlich vorrangig - für mich - die Karl-May-Bühne. Vor dem Brand war es auch der Bison-Saloon. Ich freue mich also schon sehr auf unseren neuen Saloon. Aber auch die Hudson-Bay ist echt kuschelig. 

Du in einem Satz:
„Sei nicht der Gefangene deiner Vergangenheit, sondern der Architekt deiner Zukunft.“ Dieser „Spruch“ spiegelt sich in meiner Arbeit und in meinem Leben wider.

Hier ist für dich die Möglichkeit, abschließende Worte an die Leser zu richten und sie davon zu überzeugen, „Unter Geiern“ unbedingt in diesem Jahr anzusehen….
Mit „Unter Geiern - Der Geist des Llano Estacado“ zeigen wir einen sehr mystischen Teil der vielen Karl-May-Geschichten. Mit einer Menge Pyroeffekten, rasanten Pferdestunts, Action und viel Gefühl ist es ein unvergessliches Abenteuer für die ganze Familie! 

Ein Mann mit einem schwarzen Hut und einer Weste erklärt etwas leidenschaftlich, während eine Frau im Hintergrund zuhört.
Drei Personen stehen auf einem Sandplatz und diskutieren über Dokumente, während sie konzentriert auf die Papiere schauen.
Ein Mann mit einem schwarzen Hut und einer Weste hält ein Notizbuch und zeigt mit einem Stift auf etwas im Hintergrund.
Ein lächelnder Mann mit einem schwarzen Cowboyhut und einer Brille steht vor einer grünen Wiese und einer Tribüne im Hintergrund.
Ein Mann mit einem schwarzen Hut spricht leidenschaftlich in ein Mikrofon, während eine Menschenmenge im Hintergrund zuschaut.