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Adrian Burri als „Sohn des Bärenjägers“

Im Gespräch mit Adrian, der dieses Jahr erstmalig Teil des Ensembles der Karl-May-Spiele Pullman City sein wird. 

Der Schweizer Adrian Burri schloss sein Musical Studium 2018 an der Universität für Künste in Berlin erfolgreich ab. Seitdem ist er auf verschiedenen Bühnen unterwegs und spielte vermehrt Hauptrollen in großen Musicalklassikern wie zum Beispiel „Space Dream“, „Die Schweizermacher“, „Flashdance“ uvm. In diesem Jahr zieht es Adrian in den Bayerischen Wilden Westen. Als „Sohn des Bärenjägers“ gibt er sein Debüt auf der Karl-May-Bühne Pullman Citys. 

Wir wollen ihn im folgenden Interview näher kennen lernen: 

Howdy Adrian, bereits seit 2018 stehst du in verschiedenen Hauptrollen auf der Bühne. Woher kommt deine Leidenschaft für die Bühne und die Schauspielerei?
Angefangen hat alles damit, dass ich schon immer das urige Dorftheater, das einmal im Jahr im eigenen Dorf gespielt wurde, geliebt habe. Von einer Darstellerin durfte ich immer die Textbücher ausborgen, lernte die Stücke selbst und spielte die Szenen zuhause nach. Dann spielte ich Sketches von Schweizer Comedians bei Familienfesten und so führte das eine zum anderen.

Was reizt dich mehr? Film oder Theater? Und warum?
Ganz klar die Bühne. Ich mach gerne immer wieder einen Ausflug in die Filmwelt und konnte schon sehr schöne Szenen drehen. Doch Film ist sehr technisch und meistens fühlt es sich beim Dreh nie so spektakulär an wie es im Endeffekt aussieht. Auf der Bühne hingegen spielst du eine ganze Handlung komplett durch und du hast das Publikum welches live mit dabei ist und reagiert. Dieses Zusammenspiel mit Publikum ist einfach pure Magie. 

Du wirst den „Sohn des Bärenjägers“ im diesjährigen Stück verkörpern. Kannst du uns die Rolle beschreiben
Er ist eine Frohnatur, offenherzig, schlagkräftig, charmant und behält einen kühlen Kopf in schwierigen Situationen. Ich bin so dankbar um die Rolle, denn sie ist vom Mike Dietrich sehr vielschichtig geschrieben worden. Das soll heißen, dass ich schon mit wenigen Sätzen wieder eine ganz andere Farbe des Charakters zeigen kann und sie alles andere als ein stereotypischer Westerncharakter besitzt.

Würdest du sagen Du und der Charakter, den du spielen wirst, ihr seid euch ähnlich?
Ja die Rolle ist meinem Charakter relativ nah. Dank den verschiedene Fasetten der Rolle wird es sicherlich typische Adrian Charakterzüge drin haben. 

Du hast ja bereits in vielen Stücken im Theater mitgewirkt, aber hast du auch schon mal eine Hauptrolle und zugleich ein Pferd reiten müssen? Ist das für dich eine Herausforderung?
Nein musste ich noch nie und genau das reizt mich an dem ganzen Abenteuer. Ich liebe Stücke zu spielen wo ich neue Skills erlernen muss. Hier war es so, dass ich seit September 2024 bei meinem Vater in der Schweiz intensives Training auf verschiedenen Pferden genommen habe. Dadurch habe ich eine neue Leidenschaft entdeckt, welche schon immer eine Leidenschaft meines Vaters ist und die ich mit ihm nun teilen kann. Das ist für mich der größte Gewinn! Ich bekam daran so viel Freude, dass ich kurz vor Probenbeginn eine Woche nach Andalusien flog und am Strand und in der Wüste stundenlange Ausritte machte.

Wie bereitest du dich im Speziellen darauf vor, diese Rolle zu spielen?
In erster Linie habe ich wie schon gesagt Reiten gelernt. Für die Interpretation der Rolle, studiere ich genau das Textbuch und hinterfrage ständig warum die Rolle den Satz so sagt wie sie Ihn gerade sagt und wie sie mit der Situation umgeht in der sie gerade steckt. Daraus ergibt sich automatisch der Charakter. Es ist ein Puzzle was sich stückweise zusammensetzt. 

Worauf freust du dich am meisten – wenn du an diese Sommersaison in Pullman City denkst?
In eine Welt eintauchen zu dürfen, welche ich bisher nicht kennengelernt habe. Es wird so ziemlich alles für mich ein Highlight sein und ich werde es wie ein Schwamm in mich hinensaugen. 

Und jetzt möchten wir dich gern noch ein bisschen mehr in privater Hinsicht kennenlernen:

Mit welchen drei Worten könnte man dich am Besten beschreiben und warum?
Ehrgeizig, direkt, nahbar. Gesunder Ehrgeiz ist wichtig für diesen Beruf, durch einen ehrlichen und direkten Umgang schaffe ich es viele eventuell-kompliziert-werdende Momente unkompliziert zu machen und  nahbar, weil ich mich gerne mit verschiedenen Menschen austausche und ich immer für einen kleinen Schwatz zu haben bin. 

Welche Hobbys hast du?
Ehrlich gesagt habe ich schon seit Jahren keines mehr so richtig intensiv verfolgt, da ich mein größtes Hobby zum Beruf machte. Doch neuerdings kann ich sagen ich hab wieder eins. Das Reiten! 

Worüber kannst du richtig lachen und worüber ärgerst du dich?
Ich kann über so vieles Lachen und lache gerne und viel da gibt's nichts konkretes. Ärgern oder so richtig sauer werde ich dann, wenn man mich anlügt und mich oder andere Menschen unfair behandelt oder versucht auszunutzen. 

Hier ist für dich die Möglichkeit, abschließende Worte an die Leser zu richten und sie davon zu überzeugen, „Unter Geiern“ unbedingt in diesem Jahr anzusehen…. 
Als ich das Textbuch zum ersten Mal las, habe ich es total verschlungen. Denn das Stück hat eine unfassbar schöne Dynamik. Es beinhaltet die pure Abwechslung und alles, was man sich für ein Westernstoff wünscht. Action, Witz, Drama, Romanze, Historie, coole Sprüche, packende Story und das alles sehr schön abgemischt. Was will man mehr!

Ein elegant gekleideter Mann mit Schnurrbart setzt seinen Zylinder auf, während er vor einem roten Vorhang steht.
Ein junger Mann in einem weißen Hemd steht auf einer Bühne, umgeben von Tänzerinnen mit roten Regenschirmen.
Ein Sänger in einem festlichen Pullover mit Rentiermotiv begeistert das Publikum auf einer weihnachtlichen Bühne.
Ein junger Mann mit blonden Haaren sitzt nachdenklich auf einer Bank, während ein anderer Mann im Anzug ihm etwas ins Ohr flüstert.