Zum History Weekend steuerten die Authentiker ihre Blechkanus wieder in Richtung Eging am See um in der Westernstadt Pullman City wieder ihrem Hobby nachgehen zu können. Manche kamen schon am Donnerstag andere schafften es erst zum Samstag aber alle konnten einige Tage eine Auszeit vom normalem Arbeitsleben nehmen.
Jon Anderson und der Chronist Richard Baker saßen nach der Fackelwanderung noch am Lagerfeuer und machten sich wegen des einsetzen des Regenwetters noch Sorgen über den Ablauf des Samstags. Wie es sich dann am Samstag früh herausstellte waren diese aber unbegründet. Zeigte sich der Himmel doch in seinem allerschönsten blau und das frühmorgendliche Vogelkonzert leistete seinen Beitrag dazu.
Um den Gästen von Pullman City einen schönen und erlebnisreichen Tag zu bescheren, mußte noch einiges an Vorarbeit geleistet werden. Auf den Claims wurde altes Handwerk präsentiert unter anderem konnte man sich Kerzen ziehen, Nägel schmieden oder sich seinen eigenen Strick drehen, oder dem Schnitzer oder dem Flötenbauer über die Schulter schauen. Wer Lust hatte konnte sich auch am Felle raten beteiligen und nebenbei noch Linsensuppe genießen. Man versuchte sich auch am Feuermachen nach alter Art mit Striker und Stein und so mancher Gast hat sich mit Tallent darin versucht. Vor allem Frauen interessierten sich für das Brettchenweben und waren erstaunt wie vielfältig die gewebten Bänder ausfallen.
Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Von Pulled Pork über Pfannenbrot bis zu Trapperkaffee und Kuchen wurden noch einige weitere Spezialitäten angeboten. Durch das vielseitige Angebot an Bowle und anderen Getränken brauchte niemand Durst erleiden. Spiele für Klein und Groß rundeten das Programm ab. Ein wichtiger Programmpunkt war der traditionelle Deckenmarkt. Konnte sich doch jeder, ob Hobbyist oder Gast, mit Artikeln, vom Armreif bis Wetterfleck, günstig versorgen. Es herrschte ein reges handeln und feilschen. Die Stimmung war bestens und es war schön fröhliche und lachende Gesichter im Authentikbereich rumschlendern zu sehen. Die Authentiker trafen sich noch bei einem Westernbuffet, das die Pullmanköche zubereitet hatten, um den Tag ausklingen zu lassen.
Ich hatte noch ein Erlebnis besonderer Art, eine Familie die am Wochenende anwesend war hat sich noch schriftlich bedankt unter anderem schrieb sie auszugsweise: „Wir haben viel gelernt und nehmen viele schöne Erinnerungen mit. Wir hoffen sehr, Dich bald wieder zu sehen. Außerdem möchten wir die drei Herren aus dem Civil-War-Bereich ausdrücklich loben. Mit ihrer Darstellung des Amerikanischen Bürgerkriegs haben sie Geschichte lebendig werden lassen. Durch ihre Erklärungen, die Kleidung, die Ausrüstung und die verschiedenen Waffen fühlten wir uns tatsächlich in die Jahre 1861 bis 1865 zurückversetzt. Sie haben es geschafft, Wissen spannend, greifbar und mit großer Leidenschaft zu vermitteln“. Herzlichen Dank meinerseits dafür, das war Gänsehautfieling pur.
Der Chronist bedankt sich hiermit noch bei allen Aktiven die auf irgend einer Weise zum gelingen des Tages beigetragen haben.




















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