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12. November 2019Ein wahrhaft internationaler Country Music Award

110 Bands aus neun Nationen sorgten für 17  Stunden Live Musik

Nicht nur aus vielen Bundesländern Deutschlands strömten Scharen von Musikern von 8. bis 10. November in Richtung Pullman City. Auch Musiker aus den USA, Kanada, Griechenland, der Türkei, Italien, Tschechien, Ungarn und Österreich zog es zum mittlerweile zum 19. Internationalen Country Music Award. Insgesamt 110 Musiker, aufgeteilt auf 15 Bands, 4 Trios und 9 Duos boten fast 17 Stunden Live Musik. Einige der Teilnehmer stellten sich zum wiederholten Male dem Wettbewerb, andere kannten die Westernstadt bisher nur als Besucher und waren überwältigt von der Kulisse, die sich von den Bühnen der Music Hall und des Saloons bot. Um den perfekten Sound kümmerten sich wie immer "Chap" Josef Mader und Georg Brester, unterstützt vom Backstage-Team Tobi Hüttinger und Dennis Schmidl.

Für die altbewährte Award-Jury, bestehend aus Veranstalter und Jury-Chef Maurice Diltz, Bill Wallace von der „Four Corners Music Hall“, Country Sänger Jeffrey Backus, Radio-Moderator Doc Schultze, Musikmanagerin und Redakteurin Marion Freier, und Country-Kenner Pit Mühlhuber aus Pullman City, galt es wieder, die Künstler nach gesanglichem und instrumentalem Können, Rhythmus, Harmonie und Entertainerqualitäten zu beurteilen.

Kategorie "Country Rock"

In der Kategorie "Country Rock" ging der Sieger-Pokal nach Bielefeld. Die 5 Musiker der Band "Gone Country" überzeugten durch eine virtuose Darbietung und die gesanglichen Qualitäten des Frontmanns Buddy Blake. Leider konnten die 5 Musiker wegen der bevorstehenden 700 Kilometer Heimreise nicht bis zur Siegerehrung warten, wurden jedoch von Fans über facebook über ihren Sieg informiert. Platz 2 konnten sich "The Wild Ride" aus München sichern und Platz 3 ging an "Rocky Mountain Music", eine Formation mit Musikern aus Ohio (USA), Thüringen und Bayern.

Kategorie "New Country"

In der Kategorie "New Country" bewahrheitete sich das Sprichwort "die Letzten werden die Ersten sein", denn die Formation "Marketa's Roots 'N' Roses", die als letzte Band am Sonntag Nachmittag auftraten, konnten sich mit 35 Punkten Vorsprung den 1. Platz in dieser Kategorie sichern. Hier sprachen nicht nur die 5 Musiker aus 4 Nationen, sondern auch exzellenter Satzgesang und eine ungewöhnliche Instrumentierung u.a. mit Harfe, Akkordeon und Penny-Whistle für sich. Die Plätze 2 und 3 gingen in der Kategorie "New Country" an die "Red Cadillac Gang" aus Italien und die junge Band "Next Exit Nashville" aus Traunstein.

Kategorie "Traditional Country"

Die "Hee Haw Pickin' Band" aus Starnberg konnte nach 2017 auch in diesem Jahr den 1. Platz in der Kategorie "Traditional Country" erzielen. Diese Band überzeugte in der Music Hall sowohl optisch als auch musikalisch, was sich auch mit einem weiteren Award für den Best Song zeigte. "On My Way" blieb den Juroren am meisten von allen eingereichten Songs im Ohr. Der Pokal für den Zweitplatzierten in der Kategorie "Traditional Country" ging an "Gentlemen's Riot" von der Schwäbischen Alb. Im Ruhrpott bei "Gary Niggins & The Coal Miners" steht seit diesem Wochenende der Pokal für den 3. Platz in dieser Kategorie.

Kategorie Best Duo

Von den 9 Duos, die im Saloon ihr Können bewiesen, sicherte sich das "Easy Friends Duo" aus Regensburg mit der rauchigen Stimme des türkisch-stämmigen Lead-Sängers Ismail und einer eingängigen Songauswahl den ersten Platz vor Hubert Dorigatti & Laura Willeit aus Südtirol auf Platz 2 und dem Duo "Diana B." aus der Pfalz auf Platz 3.

Kategorie Best Trio

Dave Bublitz und Norbert Franke von "6 String BBQ" aus dem Raum Köln, die in 2017 (damals noch als Duo unterwegs) den Newcomer Award mit nach Hause nehmen konnten, erreichten zusammen mit ihrem Musiker-Kollegen Frank Prinz durch tiefsinnige Eigenkompositionen sowie eher selten gehörte Cover-Songs (z.B.von Cody Jinks) den 1. Platz in der Kategorie "Best Trio" und verwiesen das "Rebel Bunch Trio" und "Annie & The Dusty Boots" auf die Plätze 2 und 3 in dieser Kategorie.

Special Award

Der einzige in diesem Jahr vergebene Special Award der Jury ging an "Danny's Angels" mit den kanadischen Sängerinnen Sunny und Tanya für ihre ungewöhnliche Interpretation einiger Country-Songs mit musikalischen Elementen der kanadischen Ureinwohner.

Nachdem die Jury zum Ende der Preisverleihung noch die Musiker zukünftig um mehr Selbstvertrauen hinsichtlich Textsicherheit gebeten hatte, da die vielen Tablets auf den Bühnen doch eher störten, wurde auch noch die Anregung für eine exklusivere Songauswahl für die Zukunft ausgesprochen, da man auch in diesem Jahr einige Songs bis zu 7 x an diesen Award-Wochenende hören konnte bzw. musste. Das meist-gehörte "Wagon Wheel" durfte allerdings bei der anschließenden Jam-Session nicht fehlen – natürlich mit einem Augenzwinkern. Juror Jeffrey Backus hatte dann noch die Idee, dass sich alle Juroren zu Beginn der Jam-Session doch selbst einmal dem Publikum mit Stimme und/oder Instrument stellen sollten, was dann zur Freude und zur Überraschung des vollbesetzten Saloons auch tatsächlich zum ebenfalls vielfach gehörten "Country Roads" passierte.

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