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Die Geschichte von Christian Froelich und seiner Familie

Aufgrund schlechter wirtschaftlicher Verhältnisse und fehlender Perspektiven, beschlossen die in Bayern geborenen Brüder Louis und Christian Froelich mit ihren Familien ihr Glück im Ausland zu suchen.
So kamen sie über die Zwischenstationen England und New York mit dem Schiff Great Eastern im Frühjahr 1861 in Wilmington, North Carolina, am Cape Fear River an. Wilmington war damals die größte Stadt und der verkehrsreichste Hafen des Staates.
Durch ihr Talent und ihre guten Kenntnisse als Mechaniker fanden die Brüder sofort eine Anstellung in der neu gegründeten Wilmingtoner Knopffabrik „Wilmington, N.C. Button Manufactory“, die den deutschen Landsleuten Jacob Loeb und Lewis Swarzman gehörte. Beeindruckt von seinen fähigen neuen Angestellten gab Loeb Mitte Mai 1861 bekannt, dass die Knopfmanufaktur unter der Leitung der Brüder Froelich, gründlich ausgebildeten und wissenschaftlichen Mechanikern, stand. Die Knopfmanufaktur stellte Kugelknöpfe aus Messing für militärische Uniformen her, auch als Zouavenknöpfe bezeichnet. Außerdem gossen sie auch Messingmodelle für Kanonenkugeln jeder Größe.
Im weiteren Verlauf konzentrierte Loeb seine Energien auf das Lebensmittel-und Brennstoffgeschäft. Die Brüder Froelich blieben nicht untätig. Sie erkannten schnell den großen Bedarf an Rüstung und Ausrüstung in der Konföderation und begannen bald mit der Herstellung von scharfen Waffen. Froelichs waren wahrscheinlich einer der lokalen Handwerker, die sehr brauchbare Klingen, Säbel, Bajonette, Schwerter und dergleichen herstellten.
Im September 1861 gründete Louis zusammen mit einem ungarischen Einwanderer Namens Bela Estvan eine Waffenfabrik Namens „Wilmington Sword Factory“. Louis Froelich wurde später für seine Firma bekannt als „Sword Maker fort he Confederacy“.
Dies führte jedoch unweigerlich zum Bruch der Gebrüder Froelich.
Christian Froelich verließ mit seiner Frau, Mrs. Sandra Froelich und den Kindern Lisa und Max, Wilmington. Über verschiedene Wege und zahlreichen Gelegenheitsjobs endete ihre Reise schließlich in New Orleans, Louisiana.
Sie fanden ein solides zu Hause, arbeiteten als Farmer und Gunsmith (Büchsenmacher).
Im Zuge des Amerikanischen Bürgerkrieges trat Christian Froelich dem 20th Louisiana Volunteer Infantry Regiment bei, in dem er zunächst als Corporal diente. Aufgrund seines Führungstalents und der hohen Verluste schon zu Beginn des Bürgerkrieges, erhielt Christian Froelich vom Government Louisiana das Offizierspatent zum Lieutenant.
Von 1861 bis zum April 1865 nahm er als Teil der 20th Louisiana Vol. Infantry an allein 16 Schlachten teil. Von ursprünglich fast 900 Soldaten des 20th Louisiana Vol. Infantry Reg. kehrten im Frühjahr 1865 nur etwa 80 Soldaten zu ihren Familien zurück.
Christian Froelich war einer der Glücklichen, die zwar mit anhaltender Knieverletzung, aber sonst guter Gesundheit, wieder in die Arme seiner Familie zurückkehren konnte.
Christian Froelich und seine Familie wanderten auf der Suche nach einem besseren Leben nach Amerika aus, fanden sich aber im Süden wieder, als der Bürgerkrieg begann. Christian nutze seine handwerklichen Fähigkeiten, um seine Familie zu versorgen. So arbeitet er auch nach seiner Rückkehr weiterhin als Gunsmith. Gemeinsam mit seiner Frau Sandra bewirtschaften sie eine kleine Farm und durften in diesem Haus ihren Lebensabend verbringen.

Gemütliches Holzhaus im Wald mit Veranda
Familienfoto im rustikalen Stil
Paar im Authentischen Stil