26. August 2017
Drei Generationen Frauen-Power
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Die Verwandtschaft ist nicht zu leugnen, wenn Shania Sharantron mit ihrer Tochter Angelina (27) und deren Töchtern Marie (7) und Emelie (4) in der American History Show auftritt: Alle drei Generationen sind klein und zierlich, alle sehen sie besonders aus: Shania mit ihren Dreadlocks, Angelina mit dem Nasenpiercing und dem teilrasierten Kopf. Und ihre Mädchen, mit Abstand die jüngsten im Showteam, mit großen Augen und Blicken, die mal schüchtern, mal offen und fröhlich sind.

Shania und Angelina verkörpern Indianerinnen, Siedlerinnen und Angels of the Battlefield gleichermaßen. Neuerdings spielen sie auch noch „leichte Mädchen“. Allerdings solche, die wehrhaft sind – und einen Trottel schon mal mit dem Teppichklopfer in die Flucht schlagen. „Das ist für mich die lustigste Szene“, sagt Shania, „aber am besten fühle ich mich als Indianerin, das bin ich“. Die Geschichtenerzählerinnen weiß viel über die Weisheit der Indianer, meditiert viel, lief jahrelang im Lederkleid herum. „Normal gibt’s bei uns nicht“, sagt die Mutter von vier Kindern (30, 27, 21, 10). Mit ihrem Partner Mike, auch bekannt als „The crazy Spoon“, Tochter Angelina und den Enkeltöchtern Marie und Emilie bewohnt sie seit einiger Zeit eine Doppelhaushälfte in Eging.

Drei Generationen in der Westernstadt vereint

„Jahrelang kamen wir aus Regensburg privat als Gäste nach Pullman City, jetzt genießen wir täglich die Show, das Miteinander, die Lebensenergie und den Zusammenhalt“, sagt Angelina, die nach der Schule Krankenschwester lernte, später auf Festivals jobbte und froh ist, dass sie in Pullman City ihre Individualität leben kann. Angelina und Shania wollen bei ihren Auftritten Tiefe und Herzlichkeit vermitteln. So kam es durchaus schon vor, dass Menschen die Tränen kamen bei einer von Shanias Geschichten. „Die Leute erwarten ja nicht, dass sie in einem Freizeitpark in der Seele berührt werden. Aber von Zeit zu Zeit kann das passieren“, erklärt Shania.

Und für Marie und Emilie ist Pullman City ein riesiger Abenteuerspielplatz und eine Bühne, um sich selbst zu erproben. „Ich mag die Szene mit den Indianern am liebsten. Da spürt man, dass man in Pullman City frei ist“, sagt Marie.