Westernreiten, Westernpferd & Pullman Sattel
Die Geschichte

Dieser philosophische Satz stammt von ”Chief Seattle”, Häuptling der Duwamish, einem Indianerstamm in Nordamerika. Tiefgehende Worte, die sich ein Mann namens Peter Meier zum Leitsatz seines Lebens gemacht hat. Dieser Peter Meier war kein geringerer als der geistige Vater der Erlebnis-Westernstadt Pullman City, sowie auch deren Planer und Erbauer.

”Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum”

 Zusammen mit seinem Partner und Freund Sepp Schöffmann leitete er jahrelang als Besitzer die Geschicke von Pullman City in Eging am See im Bayerischen Wald. Von Kindheit an faszinierte ihn die Welt der Cowboys und Indianer, vor allem aber hatte es ihm die Cowboyarbeit und das Westernreiten angetan. Bereits als Kind hegte Peter Meier den Wunsch, sich irgendwann einmal eine eigene, komplette Westernstadt zu bauen. Dieser Wunsch manifestierte sich im Laufe der Jahre immer mehr. Am 21. Mai 2003 endete sein Traum und sein Leben. Doch bereits zu Lebzeiten hat sich Peter mit der Westernstadt Pullman City ein Denkmal gesetzt.

EIN MANN EIN SATTEL
und seine fünf Freunde

Die Pullman City-Story begann Anfang der 90er Jahre als Peter Meier und sein Freund Wolfgang Hagenberger in einem Reitsportgeschäft den ”Mercedes” unter den Westernsätteln entdeckten – den ”Pullman Saddle”. Dieser Prunksattel wird von der Continental Saddlery im US Bundesstaat Indiana in Handarbeit hergestellt und hat eine lebenslange Garantie. Fasziniert und stolz präsentierte er diesen hochwertigen Sattel seinen Freunden, mit denen er seine Westernleidenschaft und sein Faible für das Westernreiten teilte.

Das Western Pferd Event entsteht

Seine Begeisterung hatte eine so nachhaltige Wirkung, dass es nicht lange dauerte, bis nach und nach fünf weitere seiner Westernreitfreunde den Sattel ihr Eigen nennen konnten. Was lag nun näher, als einen Club der ”Pullman Saddle Besitzer” zu gründen. Gesagt – getan und so wurde 1992 der ”Pullman Saddle Club e.V.” gegründet. Peter Meier und seine Freunde feierten die Feste wie sie fielen und so war es eine schnell beschlossene Sache, dass sie selbst ein Fest rund um’s Western Pferd und das Westernreiten veranstalten wollten. Es sollte ein Fest für Groß und Klein sein und den Besuchern das besondere Flair der Country- und Westernszene näher bringen ... 

Das Pullman City Westernpferd


Ein Festival, das im August 1993 zum ersten Mal durchgeführt wurde. Keiner der sechs Clubmitglieder ahnte damals, dass sie mit dieser Veranstaltung eine Lawine ins Rollen bringen sollten. Das Konzept war verblüffend einfach. Für die Unterhaltung der großen Cowboys wurde mit Live Musik und einem attraktiven Showprogramm gesorgt und die Kids konnten sich mit Ponyreiten oder mit der Dampfeisenbahn sowie verschiedenen Karussells die Zeit vertreiben. Im Vordergrund des Festes stand jedoch die Countrykultur und das Westernreiten.

Viele Gleichgesinnte

Auch Hobbyisten kamen aus allen Teilen Deutschlands angereist und sorgten für ein ganz besonderes Flair. Sie bauten ihre Tipis oder Lodges auf und am Abend erlebten sie bei Lagerfeuerromantik hautnah den familiären Rahmen des besonderen Festes. Aber auch jede Menge Reiter trafen zu diesem Event in Eging am See ein. Paddocks wurden aufgebaut und so mancher genoss es wie ein Cowboy unter freiem Himmel unmittelbar bei seinem Pferd zu nächtigen. Jeder Tag des Vier-Tage-Festes war gefüllt mit einem bunten und interessanten Westernreit-Showprogramm: Trailreiten für Jedermann, Cutting, Lassodisziplinen und Westernreiten begeisterten die Besucher.

Mehr Platz

Der Erfolg von 1993 bestätigte den ”Pullmännern”, dass sie mit dem ”Western Pferd” voll ins Schwarze getroffen hatten. Trotz aller Strapazen, angegriffenen Stimmbändern und allen anderen Nebenerscheinungen eines anspruchsvollen Festes war eines ganz klar: das "Western Pferd" sollte zu einer traditionellen Einrichtung werden. In den beiden darauffolgenden Jahren entwickelte sich das Festival zu einem Publikumsmagneten. Peter Meier und seine Freunde mussten 1995 allerdings auch feststellen, dass das bisherige Gelände schlichtweg zu klein wurde, um den Anforderungen des Festivals gerecht zu werden. Man machte sich also auf die Suche nach einem größeren Gelände und wurde wenig später fündig: Das Grundstück des ehemaligen Märchenparks, unweit des bisherigen Areals, mit einer Größe von 200.000 qm stand zum Verkauf.

DIE CHANCE

Jetzt sah Peter Meier die Gelegenheit, sich seinen Traum zu erfüllen. Die Erfolge der Western Pferd-Veranstaltungen sprachen für sich. Denn offensichtlich sehnten sich viele Menschen danach, für kurze Zeit in die ”Freiheit Amerikas und seine Vergangenheit” einzutauchen. Als Besitzer einer Baufirma hatte Peter Meier die besten Voraussetzungen auf seiner Seite: einen hervorragend arbeitenden Bautrupp, herrliche Ideen und das Händchen, um Pläne zu zeichnen. Auch seinen Partner, Sepp Schöffmann konnte er von der Idee einer Westernstadt begeistern. Der dritte Mann im Bunde war Wolfgang Hagenberger, von Beruf Hufschmied und mit einem unglaublichen Organisationstalent ausgestattet. Gemeinsam zogen sie los, um den steinigen Weg der Bürokratie zu bewältigen. Große Unterstützung erhielten sie dabei von Konrad Kobler, Mitglied des Bayerischen Landtags.

Ein Traum wird Wirklichkeit

Unzerbrechlich kämpften die “Glorreichen Drei” für die Erfüllung des Traums von Peter Meier. Durch den idealistischen, ja fast übermenschlichen Einsatz von 180 Frauen und Männern wurden innerhalb von nur fünf Monaten sämtliche Gebäude in der Westernstadt erbaut. Es entstand eine der schönsten Erlebnis Westernstädte Deutschlands: Pullman City. Viele werden sich jetzt fragen: Was heißt eigentlich Pullman? Dazu folgende Geschichte: Am 03.03.1831 wurde Mr. George Mortimer Pullman in Brocton (NY) geboren. Mr. Pullman baute im Jahre 1864 den ersten Durchgangswagen für die Northern Pacific Eisenbahn, mit reicher, prunkvoller Innenausstattung (Pullman Wagon) sowie einen luxuriösen Reisewagen für den Präsidenten der Vereinigten Staaten. Die Bezeichnung ”Pullman” wurde also zum Qualitätsprädikat. So z.B. benutzt Mercedes Benz diesen Namen für seine Staatskarosse, den 600er und die Continental Saddlery für ihren Prunksattel. Mr. George Mortimer Pullman verstarb übrigens am 19.10.1897 in Chicago und fand dort seine letzte Ruhestätte. Zurück zu Pullman City. 

Ein Volltreffer
Das Konzept des Showprogrammes in dieser Westernstadt und der Stadtgesetze war das Schießverbot und die Gewaltfreiheit. Peter, Sepp und Wolfgang waren sich darüber einig, dass Pullman City ein Ausflugs- und Urlaubsziel für die ganze Familie werden sollte. Das Showprogramm wurde zusammengestellt aus Comedy Zauberei, amerikanischer Geschichte mit Priorität auf Authentizität, Westernreiten und jeder Menge Spaß für die Kinder. Schießwütige Cowboys, duellierende Revolverhelden, Banküberfälle oder Aufhängeszenen um High-Noon hatten hier nichts zu suchen. Entgegen jeder Skepsis und Kritik blieben Peter, Sepp und Wolfgang ihrer Entscheidung treu – und dieses konsequente Einhalten des Konzeptes zeigte bald seinen durchschlagenden Erfolg. Am 16. Mai 1997 öffnete die Erlebnis Westernstadt Pullman City in Eging am See bei Passau, am Fuße des Bayerischen Waldes seine Pforten. Ein Erfolg, den sich bei der Eröffnung niemand hätte träumen lassen. Hier kann man die Alltagshüllen fallen lassen und eintauchen in die Vergangenheit Amerikas – etwa in die Zeit anno 1860 bis 1890. Eine gewaltfreie Zeitreise, die man so rasch nicht mehr vergisst und schnellstmöglichst wiederholen möchte. Dass dies sehr oft der Fall ist, zeigt die große Zahl der Stammgäste, die mehrmals im Jahr kommen und sich teilweise seit der Gründung mit Pullman City stark verbunden fühlen.

Frischer Wind

Seit dem Jahr 2011 wird die Westernstadt von Claus Six aus Eging, Ernst Grünberger aus Ruderting und vier weiteren Gesellschaftern und Gesellschafterinnen betrieben, die Pullman City lange wie ihre Westentasche kennen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, Pullman City im Sinne von Gründungsvater Peter Meier weiterzuentwickeln – und auf neuen Gebieten ebenfalls Pionierarbeit zu leisten.

Die Westernstadt entwickelt sich weiter

Ein weiterer wichtiger Mann ist Moderator und Showmanager Deddy Jeschke. Mit ihm hecken die „Sheriffs“ laufend neue Ideen aus, zum Beispiel den Rockabilly Rumble Band Contest, die Rockabilly Convention, das Country Music Festival, das Quad-Treffen, die Wild West Games und vieles mehr. Das Pullman City-Team legt besonderen Wert darauf, den Erlebnispark noch familienfreundlicher zu gestalten: 2011 wurde der Abenteuer-Spielplatz "Little Pullman" gebaut, seit 2012 werden in den Schulferien und an den Wochenenden im Kids Club Indianertrommeln-Basteln, Spielen, Geschichten und Fackelwanderungen angeboten. Im April 2013 eröffnete der Adventure Trail, ein Niederseilgarten mit vielen Möglichkeiten zum Balancieren, Hangeln und Kraxeln.