Jetzt Übernachtung buchen

3. September 2022Wer steckt eigentlich hinter den Karl-May-Plakaten?

Claudio Osario im Interview ...

Hallo Claudio, stell dich bitte kurz vor: Wer bist du? Was machst du? Wo lebst du?
Meine Name ist Claudio Osorio und ich komme aus Kolumbien. Ich lebe bereits 14 Jahre mit meiner Familie in Franken, im Landkreis Bamberg. In Kolumbien habe ich Grafikdesign studiert. Die  Malerei hat mich schon seit meiner Kindheit fasziniert. In Bucaramanga habe ich dann einige Jahre Kunst an der Uni unterrichtet und mich dem Werbedesign gewidmet. Seit ich hier in Deutschland bin, gestalte ich künstlerisch Fassaden und Wände, ich zeichne Portraits, arbeite als Freelancer für einen Verlag und biete gewerblich auch Foto- und Videografie an.

In diesem Jahr hast du bereits das 2. Plakat für unsere Karl-May-Spiele gemalt. Was inspiriert dich die Karl-May-Plakate zu malen?
Angefangen hat es auch für mich 2019, als ich das erste Mal mit meiner Familie einen Tag in Pullman-City verbracht habe. Wir hatten Glück, an diesem Tag, Ende August, lief die Karl-May-Show mit dem Stück "Winnetou und der Fluch des Goldes". Die Show begeisterte mich sehr. Inspiriert fühlte ich mich vor allem von Ivi als Winnetou. Er wirkte mehr wie authentisch. Er verkörpert Winnetou mit Leib und Seele. In dem darauf folgenden Winter entstanden meine ersten Zeichnungen von Ivi. Ich nahm Kontakt mit ihm auf um die Ergebnisse zu publizieren. Ivi und ich, wir inspirierten uns wohl auch gegenseitig. Die Ideen zum ersten Plakat entstanden aus unserer Teamarbeit. Dazu muss ich wohl auch erwähnen, dass es eines meiner Ziele war eine Art Filmplakat zu entwerfen bzw. dass es eine Herausforderung war, Fotografie, Zeichnung und Design in einem Kunstwerk zu präsentieren.

Hast du auch eine spezielle Verbindung zu Karl May und den Winnetou Stücken?
Mein Verbindungsstück zu Karl May ist wohl Ivi. Ich hatte natürlich in meiner Jugend von Karl May gehört. So wie mich auch Romane von Emilio Salgari und Julio Verne interessierten, die über Abenteuer schrieben.

In welche Richtung gehen deine Kunstwerke allgemein?
Meine Kunst hat eine Tendenz zu ethnischen Themen. Aber auch zu Kriegern, Helden, Cowboys und Native Americans.

Seit wann bist du Maler/Künstler?
Talent zeigte ich bereits als Kind. Die Inspiration kam bei mir jedoch erst als ich ein junger Mann war.

Vor kurzem hast du auch eine trostlose Betonwand in ein wunderbares Kunstwerk verwandelt – gibt es mehr so große Kunstwerke von Dir? Was ist die Herausforderung so große Gemälde zu malen?
Zu Verschönern, das ist es, was mich antreibt. Die Größe der Wand ist nicht immer ausschlaggebend. Natürlich dann schon imposanter, um so größer die Fläche. Ich kann bereits auf eine gute Anzahl (ca. 25) von Wandgestaltungen zurückschauen. Was mir am besten daran gefällt ist, dass die Bemalungen größtenteils in der Öffentlichkeit ausgestellt sind. So erreiche ich mehr Publikum, wie auch die Streetart Künstler. Es sind Projekte, die ich auch oft in Foto und Video dokumentiere. Mit jedem dieser Werke merke ich, wie ich etwas von mir zurücklasse, mich dort verewige. Auf meiner Instagramseite Osorio.art habe ich wohl ein ziemlich komplettes Portfolio meiner Arbeiten.