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21. Juni 202225 Jahre Pullman City

Wie aus einem Festival ein Erlebnispark und Tourismusmagnet wurde ...

Westernstadt Pullman City feiert 25-jähriges Bestehen – und wächst weiter
Der Western-Erlebnispark Pullman City in Eging am See feiert im Mai 2022 sein 25-jähriges Bestehen – und ist nach einem Vierteljahrhundert Umtriebigkeit und bewältigter Corona-Krise heute besser aufgestellt als je zuvor. Hatte es im Jahr 2010 einmal ordentlich gekriselt, führten es ab 2011 neue Eigentümer zurück auf die Erfolgsschiene. Die geschäftsführenden Gesellschafter der Pullman City GmbH, Claus Six und Ernst Grünberger, strukturierten den Betrieb um und investieren laufend in neue Attraktionen, Shows, Events und Optimierungen fürs Team. Auch baulich bekommt das etablierte mittelständische Unternehmen, das 120 angestellte Mitarbeiter hat und in der Hochsaison bis zu 400 Arbeitskräfte beschäftigt, heuer wieder „Zuwachs“: Auf dem 2021 erweiterten Gelände werden mehrere neue Gebäude im Westernstil errichtet.

Der Traum vom Wilden Westen im Osten von Bayern
Die Ursprünge von Pullman City gehen auf das Westernpferd-Festival zurück, das der Westernreiter Peter Meier 1993 in Eging das erste Mal auf die Beine stellte. (Hobbyisten und Westernfans aus Nah und Fern kamen mit ihren Pferden und Zelten aus ganz Deutschland angefahren. Country-Bands spielten bis in die frühen Morgenstunden, man saß ums Lagerfeuer, die Kinder tobten in einer Hüpfburg aus Strohballen.) Die Idee, die Romantik des wilden Westens erlebbar zu machen, traf den Nerv der Zeit: Bald platzte das Festivalgelände aus allen Nähten. Eine größere, langfristige Lösung musste her. Peter Meier träumte von einer ganzen Stadt im Stil des Wilden Westens. Zusammen mit seinen Geschäftspartnern Josef Schöffmann und Wolfgang Hagenberger und einigen Freunden ließ er seine Vision Wirklichkeit werden. Im Mai 1997 wurde Pullman City feierlich eröffnet.

Die wichtigsten Säulen
Das Herzstück ist seither die American History Show: Cowboys und Indianer, Trapper und Stadtleute in originalgetreuen Kostümen vollziehen mit authentischen Szenebildern, Kutschen und Pferden, Rindern und freilaufenden Bisons die Geschichte Amerikas nach – von der Besiedlung und der Vertreibung der Ureinwohner über den Bürgerkrieg bis zur Unabhängigkeitserklärung. Aber Pullman City wäre nicht eine „lebende Westernstadt“, wenn es nicht neben dem Showbetrieb noch den Authentikbereich gäbe: Dort haben sich Fans der Amerikanischen Geschichte einfache Hütten gebaut, um in ihrer Freizeit ohne Strom, fließend Wasser und Handy-Empfang in vergangene Zeiten einzutauchen. Noch heute ticken die Uhren dort langsamer, das spürt man als Besucher sofort. Einkehren kann man in den vielen Erlebnis-Restaurants, Bars und im Black Bison-Saloon in der Main Street, die mit ihren Shops auch zum Bummeln einlädt. Live Musik ist in der Westernstadt keine Besonderheit, sondern selbstverständlich.

Zeitenwende und Neustart
Doch nach einer glanzvollen Gründerzeit starb 2003 Peter Meier überraschend. Auch wirtschaftlich ging es bergab: Ende 2010 stand das Fortbestehen der Westernstadt dramatisch auf der Kippe. „Pullman City darf nicht sterben“, sagten sich Claus Six, Kfz-Händler aus Aicha v. Wald und Ernst Grünberger, Betreiber des Beherbergungsbetriebs „Ferienpark Pullman City“. Zusammen mit weiteren Investoren aus der Region. Als geschäftsführende Gesellschafter nahmen Claus Six und Ernst Grünberger die Zügel in die Hand. Sie modernisierten die Verwaltung, investierten nach und nach in die zeitgemäße Ausstattung der vier Restaurants genauso wie in neue Kinder-Spielplätze und -Animation Little Pullman, Tipi Adventure Trail, Wasserpark El Dorado, urige Wild West-Übernachtungsblockhütten, ein komfortables, neues Hotel im mexikanischen Stil sowie in hochkarätige Shows und zugkräftige Events rund um den American Way of Life – und darüber hinaus. Das mutige Engagement der neuen Mannschaft trug schnell Früchte: Die Besucherzahlen zogen an, der Umsatz stieg kontinuierlich und heuer am 7. Mai kann der Themenpark mit einer großen, bunten Wild-West-Geburtstagsfeier sein 25-jähriges Bestehen feiern. Das ganze Jahr über sind für die Besucher Specials und Überraschungen geplant.

Neue Zielgruppen, facettenreiche Events
Das Westernpferd-Festival, die Tage der Indianer, das US Car-Treffen, das Harley-Treffen und die vielen Country-Music- und Line Dance-Veranstaltungen, die es schon seit Jahrzehnten gibt, sind nach wie vor die traditionsreichen Grundpfeiler des Event-Programms. Doch genauso stark besucht sind mittlerweile die „jüngeren“ Rockabilly-Events, das Straßenfestival „Fluch der Piraten“, die Irish & Celtic-Wochenenden, das Halloween-Special mit lebendigem Gruselpfad und der neue „Wild West Winter“, der nichts anderes bedeutet, als dass Pullman City seit Januar 2022 auch in der kalten Jahreszeit an den Wochenenden durchgängig geöffnet hat. Für weitere Kontraste zum Wilden Westen sorgen die Trachtentage während des Wild West Winters und ein Schlagerfestival (seit 2021) weitere neue Events sind geplant.

Größeres Gelände, neue Gebäude
Corona-Krise hin oder her: Pullman City wächst, investiert und organisiert weiter. Bestärkt vom Trend zum „Urlaub in der Region“ kauften Claus Six und Ernst Grünberger 2021 angrenzende Grundstücke im hinteren Teil der Westernstadt, um ihre Fläche von 200.000 auf 300.000 Quadratmeter zu vergrößern. Hier sind auch 40 neue Mitarbeiterwohnungen geplant. 2022 wollen die Geschäftsführer an Stelle der alten Blockhütten nahe dem Eingangsbereich zwölf exklusive Country Houses mit viel Komfort für die Gäste errichten. Weitere 12 Exklusivhütten mit eigenem Badhaus inklusive Wellnessbereich sind bereits in Planung. Das bisherige Kassen- und Rezeptionshäuschen wird weichen für ein modernes Eingangsgebäude im nostalgischen Westernstil. Im Erdgeschoss werden die Gäste in einem großzügigen und freundlichen Check In-Bereich willkommen geheißen, im Obergeschoss werden Teile der Verwaltung einquartiert. In Planung befinden sich außerdem der Neubau einer Schießanlage im Tal der Westernstadt, ein Indoorspielplatz sowie die Errichtung eines eigenen Parkplatzes mit Parkhaus.

Mit Winnetou in die Zukunft
Zum vierten Mal bringt der Erlebnispark heuer ein großes Karl May-Action-Theater auf die Bühne. 2019 wurde dafür eigens in eine aufwändige Freilichtbühne investiert. Die 2020 errichtete Zuschauer-Tribüne, ebenfalls unter freiem Himmel, fasst 1.400 Besucher. Heuer wird das Karl May-Abenteuer „Winnetou I – Ewige Freundschaft“ inszeniert. Ein 80-köpfiges Ensemble aus Profi-Schauspielern, Stuntmännern, Trickreiterinnen, Laiendarstellern, Pyrotechnikern und Backstage-Helfern beginnt im Mai mit den Proben. Premiere ist am 25. Juni. Bis September sind knapp 45 Aufführungen geplant. Mit dabei: Pferde, die sich von den spektakulären Explosionen nicht schrecken lassen, freilaufende Bisons und Greifvögel wie man sie sonst nur aus dem Western kennt. Winnetou-Darsteller Ivica Zdravkovic sieht „Winnetou“-Schauspieler Pierre Brice zum Verwechseln ähnlich. Wenn zur bekannten Film-Melodie mit wehendem Haar auf die Bühne reitet, werden Kinderaugen groß. Und als Erwachsener fühlt man sich unweigerlich in seine Jugend versetzt. Winnetous Botschaft ist so alt wie aktuell: Friede unter den Völkern.

 

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