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2. Oktober 2019Was für ein Team! (2/3)

Was wäre unsere Winnetou-Show ohne die Komparsen?

Wer genau aufpasst, sieht: Nichts bleibt dem Zufall überlassen, jeder hat einen Plan, eine eigene Rolle. Da wird geflirtet, gepokert und gemogelt. Geschäfte werden gemacht, Wände neu gestrichen. Es wird getrunken, getanzt und gesungen, gespielt, gerangelt, gekämpft und geschossen. Die Banditen stehen für das Böse, die Siedler beleben das Stadtbild, die Indianer verkörpern einen ganzen Stamm, der für das Gute kämpft. Normalerweise agieren sie alle im Hintergrund. Jetzt stellen wir sie in den Vordergrund.

Chiara Arbinger

Vom Büro ins Indianerkostüm: Chiara Arbinger (23) aus Kirchberg im Wald arbeitet im Pullman City- Town Office, reitet für ihr Leben gern und hat ein eigenes Pferd. Mit den Indianern, ihrer Kleidung und ihren Bräuchen kann sie sich identifizieren, deshalb spielt sie in der Winnetou-Show eine Indianerin. „Dabei sein ist alles, und es ist eine super Abwechslung zum Büro“, sagt Chiara. Wenn „Not am Mann“ ist, findet man sie im Technikhäuschen oberhalb der Zuschauertribüne: Dann macht Chiara den Ton.

Randy Buhlmann

Damenumkleide, eine knappe Stunde vor Spielbeginn. Randy Buhlmann (45) massiert hingebungsvoll die braune Gesichtsfarbe ein, die das Berchtesgadener Bleichgesicht zur Rothaut macht. In der Zeitung hatte der selbständige Malermeister vom Casting für die Winnetou-Show erfahren und sich gedacht, „das wäre was“. Er schrieb eine Mail, wurde eingeladen, stellte sich vor und wurde genommen. „Ich find's total schön“, sagt Randy – und nimmt Woche für Woche viele Hundert Kilometer Fahrt auf sich. Dadurch, dass er selbständig ist, kann er es sich so einteilen. „Schon als Kind habe ich die Karl May-Festspiele in Elpse gesehen und war begeistert. Dass ich jetzt Gelegenheit habe, selbst an Winnetous Seite zu kämpfen, ist einfach toll!“.

Alexandra Thomas

„Ich habe mir die Show fünfmal angeschaut und finde sie super“, sagt Alexandra Thomas (40). Doch eigentlich spielt selbst mit. Als Indianerin, zusammen mit ihrem Pferd Chayenne, das „ziemlich cool, flexibel und schussfest“ ist. Alex stammt aus Oberbayern, kam im Urlaub nach Pullman City, verliebte sich in die Westernstadt und ist seit neun Jahren fest da. „Ich war schon immer ein kleines Cowgirl“, sagt sie. Den emotionalen Höhepunkt in der Winnetou-Show sieht Alex am Ende, wenn das Mädchen Mary sagt: „Mir konnte nichts passieren, Mama hat auf mich aufgepasst.“

Nina Haselsteiner

„Ich konnte wohl eher reiten als gehen. Ein Leben ohne Pferd kann ich mir nicht vorstellen“, sagt Nina Haselsteiner aus Perlesreut. Die Winnetou-Filme hat die 26-Jährige als Kind mit dem Opa geschaut. Und außerdem hat Nina die dicksten Zöpfe, die man je im Wilden Westen sah. Kein Wunder, dass sie in der Karl-May-Show eine Indianerin spielt. Ihre Lieblingsszene ist die erste, in der die Indianer zeigen, wie sie früher lebten im Einklang mit der Natur. „Da reitest du rein und weißt, das ist real. So war es. So sollte sein.“ Nina arbeitet halbtags als Physiotherapeutin in einem Krankenhaus. Die andere Hälfte ihrer Zeit verbringt sie meist mit den Kollegen und Freundinnen aus Pullman City, ihrer „zweiten Familie“.

Bettina Wimmer

Gelernt hat sie Bäckerin, jetzt ist sie Mama, Feuerkünstlerin, Trickreiterin, Cowgirl und bei Karl May: Indianerin. Bettina Wimmer teilt sich ihre Rolle als Indianer-Kriegerin mit Nina Haselsteiner.

Kathi Wagner

„Die Winnteou-Filme kannte ich kaum, doch die Geschichte, die Regisseur Mike Dietrich in „Der Fluch des Goldes“ erzählt, gefällt mir total gut“, berichtet „Indianerin“ Kathi Wagner aus Tiefenbach. Die 20-Jährige arbeitet als Bürokauffrau bei einem Reiseunternehmen – und ist privat ein echtes Cowgirl mit eigenem Pferd.