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4. Juni 2019Sonne und Autos – was will man(n) mehr?

Beste Stimmung und 1.878 Ami-Schlitten beim US Car-Treffen

Am Mittwochabend war das Wetter noch nicht optimal, aber die gute Vorhersage stimmte alle positiv. Zurecht, wie wir im Nachhinein zufrieden sagen können: Unser US Car-Treffen war wieder mal ein voller Erfolg. Am Donnerstag kam die Sonne heraus und blieb das ganze Wochenende. Mit ihr um die Wette strahlten sage und schreibe 1.878 amerikanische Fahrzeuge aus Nah und Fern, ein neuer Teilnehmer-Rekord, den sich Tausende Besucher nicht entgehen ließen. Die Vielfalt der Wägen war riesig. Bei den Fahrzeugpräsentationen in der Mainstreet standen Allstars und Classic Cars in Schlangen an.

Stefan Oberndorfer führte den Zuschauern ein original NASCAR-Rennauto vor – und ließ sie natürlich auch in den Genuss des unverwechselbaren Sounds kommen. Mit seinen hüpfenden Low Ridern brachte Franz Kölbl die Leute zum Lachen. Dieses Mal hatte er sogar einen Cocktail-Shaker am Auto verbaut. Kurzerhand befüllte er ihn – und ließ sich dann vom Auto einen Drink mixen. Die gemeinsame US Car-Ausfahrt in die nähere Umgebung verlief bestens. Die Feuerwehr, freiwillige Helfer und der Sicherheitsdienst hatten für einen reibungslosen Ablauf gesorgt.

Ein Highlight war es auch immer wieder, wenn die Boss Hoss-Fahrer mit ihren gewaltigen Motorrädern durch die Mainstreet cruisten und genussvoll ihre V 8-Motoren heulen ließen. Ein Ohrenschmaus für alle Fans des großen Blubberns! „Musik“ gab es aber auch im klassischen Sinne: An allen Ecken sorgten Live Bands für super Stimmung.

Wahrer Luxus…

… ist der formschöne Kühlergrill am knallorten Ford F1, BJ 1951, von Armin Sackmann (55) aus Karlsbad (Baden-Württemberg). Er traf sich in Pullman City mit seiner Freundin Betina (56) aus Passau. „Das Auto war früher mal ein Werbefahrzeug einer Pferderanch in British Columbia.“ Seit rund 20 Jahren kommt Armin regelmäßig nach Pullman City, genießt das Ambiente und das Feeling: „Du gehst durch das Tor und betrittst eine andere Welt.“ An seinem Ford, der eigentlich ein Arbeitsfahrzeug ist, gefällt ihm vor allem der Kühlergrill. „Der hat keine Funktion und sieht einfach nur schön aus“, sagt Armin. „Das ist wahrer Luxus, wenn du Dinge bauen kannst, die keine Funktion erfüllen und einfach nur dein Auge erfreuen.“

Einmal in Pullman City über die Rampe fahren

Zum ersten Mal beim US Car-Treffen waren Martin und Helga Sauter aus dem Kreis Calw (Nord-Schwarzwald). Ihre Freunde Martina und Rainer machten es sich auf der Ladefläche des Chevrolet Pick Ups C 20 bequem. Vor gut einem Jahr hat Martin Sauter (52) den Wagen in den USA gekauft. In seiner Freizeit zerlegte der gelernte Elektromechaniker, der jetzt Teamleiter in einem Büro ist, ihn komplett und baute ihn wieder neu zusammen. „Fast wäre ich schon eifersüchtig geworden“, sagt seine Frau Helga, lacht und kauft sich im Wilden Westen erstmal Cowboystiefel. Martin freut einfach nur, dass er da ist mit ihr, den Freunden und seinem hellblauen Pick Up: „Einmal in Pullman City über die Rampe fahren, das war mein Ziel“.

Das Dreamteam vom Parkplatz

Quizfrage: Wer hat den größeren Dickschädel? Ein mecklenburgischer Stunt-Reiter, 70 Jahre alt, der mit seiner spitzen Zunge jede Talkshow sprengen würde – oder ein oberbayerischer Hobbyist, ein bisschen über 70 Jahre alt, die Gelassenheit in Person? Roman Strelzyk und Richard Bals haben den ganzen Vatertag lang diskutiert, wer von ihnen der bessere Parkplatz-Manager ist. Letztendlich war es aber auch wurscht – denn was sich liebt, das neckt sich. Und Spaß hatten sie alle beide. Das sieht man, oder? Pullman City bedankt sich bei ihnen und allen anderen Helfern und Beteiligten.