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5. Oktober 2016Unterwegs mit der Rockabilly-Zeitmaschine

Die Bands rockten, was das Zeug hielt. Die Herren forderten höflich die Damen zum Tanz auf. Und alle strahlten Lebensfreude pur aus: Rund 7.000 Musik- und Tanzfans haben sich am Wochenende in Pullman City mit ganzem Herzen dem Lebensgefühl der 50er und 60er Jahre hingegeben, stilecht in Petticoat und Latzhosen, versteht sich. Bei der Rockabilly Convention traten nicht weniger als 19 Tanzgruppen und 22 Livebands auf. Vor allem, als „Ed Philips & the Memphis Patrol“ in der Mainstreet spielten, konnte sich keiner mehr stillhalten. Und wieder einmal begeisterten die Jugendlichen der Band „Tscheky & the Blues Kings“ mit ihrem umwerfenden Charme. Am Samstagabend war so viel los, dass auf der Mainstreet kaum mehr ein Durchkommen war. Nur, wenn wieder einer der 82 Oldtimer-Fahrer durch die Westernstadt cruiste, machten die vielen tanzenden und feiernden Besucher eine Gasse. Bei den Boogie-Workshops von Claudia und Wolfgang Fesl nahmen rund 150 Paare teil, die ihre neuen Kenntnisse nach dem Kurs sogleich ausprobierten. Freitag und Samstag war das Wetter optimal, und trotz Regen war auch die Stimmung am Sonntag in der Mainstreet bestens.

Pullman City versetzt 7.000 Musikfans in einen Glückstaumel – Mode, Autos und Tanz wie in den 50er und 60er Jahren

„Wenn man das „Treiben“ so beobachtet, denkt man manchmal, man ist in einer Zeitmaschine. Die Atmosphäre, die Leute mit der stilechten Kleidung, die Musik, die Western-Kulisse, die vielen Tänzer. Ich kann mir vorstellen, dass es genau so war in den 50er und 60er Jahren“, sagte Mitorganisatorin Christina Wilhelm, der es auch gefällt, wie in der Rockabilly-Szene die Männer die Damen zum Tanz auffordern, und wie ganz junge und ältere Menschen gemeinsam feiern. Pinstriper Neil und Custompainter Jack verzierten Autos, Helme, Vasen, Koffer und sonstige nostalgische Objekte, die ihnen die Besucher brachten. Visagistin und Friseurin Katarina Holcknecht sorgte bei den Mädchen für die richtige Haartolle und das perfekte Make Up. „Typisch sind der helle Teint, der schwarze Lidstrich und die knallroten Lippen“, sagt Katarina. Natürlich durften da High Heels nicht fehlen. Am Stand der Marke „Pin Up“ präsentierten Mode-Designerin Carmen und ihr Mann handgefertigte Kollektionen für Sie & Ihn. Accessoirs gab es nebenan beim Stand „back-to-the-50s“ von Franziska Wesch aus Künzing. Sie probierte Silvia Baumgärtler aus Alkofen ein ausgefallenes Haarband an.


Costumpainter Wild Jack

Franziska Wesch aus Künzing mit Silvia Baumgärtler aus Alkofen

Kontrastreiches Tanzpaar

Pinstriper Neil

Visagistin Katarina bei der Arbeit

Designerin Carmen von der Marke Pin Up by Baziland (r.) mit einer Kundin im maßgeschneidertem Rock

Boogie Woogie-Tanzkurs