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22. Dezember 2016Mir gfoit's

Es kann die Sonne scheinen, es kann regnen oder schneien: Während der Saison zeigt Doc Magic Giuseppe (64) täglich um 11.00 Uhr in der Mainstreet seine Zauber-Comedy-Show – und das seit 19 Jahren. In den Ferien lässt er sich auch abends blicken – und geht mit seinen Tricks von Tisch zu Tisch. In kürzester Zeit scharen sich Erwachsene und Kinder gleichermaßen um ihn, um sich von ihm verblüffen und erheitern zu lassen. Wie macht Doc Magic Giuseppe das? Wir haben nachgefragt.

Doc Magic Giuseppe zaubert für kleine und für große Leute

Wie schaffst du es, die Leute so zu fesseln?

Es gibt für mich nichts Schöneres, als Menschen zu begeistern und gut zu unterhalten. Es ist ein Irrglaube, dass Zauberei nur etwas für Kinder sei. Ich zeige in Pullman City jeden Tag ein super Erwachsenen-Programm, das auch für Kinder geeignet ist. Es macht Spaß, wenn die Mainstreet bebt. Manchmal sind die Leute so begeistert, dass sie das Klatschen vergessen. Einmal habe ich einen neuen Trick gezeigt, der nicht so gut angekommen ist. Zum Schluss sagte ich „mir gfoit’s“, dann haben die Leute gelacht. Seit dem ist das ein Running Gag. Jeder, der mir nach meiner Show begegnet, schreit mir gleich entgegen: „mir gfoit’s“.

Wie wird man eigentlich Zauberer?

In der Schule war mal ein Zauberer. Das ließ mich schon als Kind nicht mehr los. Während meiner Zeit bei der Bundeswehr gab mir ein Zauberer Tipps für erste Tricks, ab da war ich voll infiziert und habe immer mehr Tricks eingeübt. Eigentlich bin ich gelernter Maurer, aber das habe ich nicht lange gemacht. Ich war 35 Jahre lang Berufsmusiker, spielte Keyboard und Schlagzeug. Mit den „Connys“ haben wir bei Hochzeiten, Betriebsfeiern und auf Volksfesten ein Riesen-Showprogramm geboten.  

Hat ein Zauberer Kollegen?

Erst war ich 15 Jahre allein mit meiner Zauberei. Dann merkte ich, dass es Fachkongresse gibt, bei denen man sich weiterbilden kann, von denen ich schon Hunderte besuchte. Ich bin auch Mitglied im Magischen Zirkel von Deutschland und bei der International Brotherhood of Magicians Ohio, USA. Einmal im Monat treffe ich mich mit anderen Zauberern aus der Region, um Tricks einzustudieren und Erfahrungen auszutauschen. In Pullman City hatte ich einen besonderen Showpartner: Big Joe. Wir beide machten eine super Show, in der er mein Zauberlehrling ist. Ich machte ihm alles vor, er machte alles falsch, aber am Ende funktionierte alles. Ein Spektakel zum Tränenlachen. Der Wahnsinn hat einen Namen: Giuseppe & Big Joe. Big Joe ist zwar jetzt nicht mehr täglich dabei, aber ab und zu stehen wir schon noch gemeinsam auf der Bühne.

Hast du manchmal Lampenfieber?

Lampenfieber habe ich nicht. Aber einmal trat ich auf bei den Feierlichkeiten zur Stadterhebung von Geiselhöring. In der Laabertalhalle saßen 1.500 Gäste, und vor meiner Show spielte Haindling. Da war mir nicht mehr ganz gut. Aber dann habe ich die Halle gerockt. Du bist 64, denkst Du schon an deine Rente?
 Es gibt keine Rente. Die Bühne ist das Leben, das ist wie bei den alten Rockstars. Legenden sterben nie im Bett.

Weitere Infos unter: www.zauberer-giuseppe.de

Ihr könnt ihn und seine Tischzauberei auch von 27. bis 30. Dezember bei der Special Christmas Week erleben.