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27. April 2016Alle fahren gern Motorrad

 

Hündin Jana fährt lieber Auto als Motorrad. Aber bevor sie allein daheim bleibt, steigt sie doch in den Motorrad-Beiwagen von Klaus aus Ingolstadt. „Sie macht halt mit“, sagt der Biker pragmatisch. Dafür sind seine Frau Sandra und die Söhne Benno (3) und Tim (5) genauso begeisterte Gespann-Fahrer wie er. Zusammen waren die fünf von 22. bis 24. April in der Westernstadt, um ein Wochenende mit Lagerfeuer, Westernflair, Country Musik und Gleichgesinnten zu verbringen. Anlass war das 1. Bison-Gespann-Treffen, das die Westernstadt zusammen mit Heidi Franitzer im Rahmen des 2. BMW-Motorradtreffens veranstaltete. „Wir sind früher schon Moped gefahren. Als dann die Kinder und der Hund kamen, dachten wir uns: Entweder, wir hören auf, oder wir kaufen zwei Beiwagen“, erzählt Klaus. Im Beiwagen seiner Yamaha XS 1100, Baujahr 1983, beförderte er neben Hündin Jana auch noch das Mini-Motorrad seines Sohnes in den Wilden Westen, seine Partnerin Sandra chauffierte die Buben.

„Trotz der kühlen Temperaturen war die Stimmung super entspannt“, sagt Event-Manager Deddy Jeschke, der das Treffen mit Heidi Franitza von der Gespannzeitung „Sidecar Traveller“, organisiert hatte.

Auch die rund 140 BMW-Fahrer waren gut gelaunt. Zum Beispiel Bernhard Salomon aus Plattling, der in den höchsten Tönen von seiner GS Enduro schwärmte: „Damit kannst du Gelände und Strecke fahren, dieses Motorrad taugt für eine Weltreise“, erklärte Bernhard, „außerdem bietet sie Platz für die reisende Dame – und ein extra gepolstertes Gel-Sitzkissen.“ Seine fesche Freundin Martina sieht das genauso. Sie hat sich vor Kurzem auch für extra große Koffer stark gemacht, denn: Auch wenn „Frau“ Motorrad fährt – das Beautycase muss mit. In Pullman City trafen sich Martina und Bernhard mit ihren Freunden Torsten aus Töging und Martin aus Regensburg, allesamt Mitglieder der 3.200-köpfigen Facebook-Gruppe „BMW GS Enduro“, die neben Online-Verbindungen auch Begegnungen im echten Leben schätzt.

Gern angenommene Programmpunkte des BMW- und Gespanntreffens in Pullman City waren die gemeinsame Ausfahrt ins Goldgräberdorf Hunding mit Pullman-Geschäftsführer Claus Six, ein Abenteuer-Kino mit vielen faszinierten Zuschauern und eine stimmungsvolle ökumenische Motorrad-Weihe mit der philosophischen Frage: „Welches Motorrad würde Jesus wohl fahren?“ Rund 1.200 Besucher waren am Wochenende bei dem Treffen. In der Showarena präsentierten sich interessante Händler und Schrauber, und sogar die Polizei-Inspektion Vilshofen stellte sich und ihr BMW-Dienstmotorrad vor. Klar, dass Pullman Citys Event-Sheriff Deddy Jeschke testweise gerne mal „umsattelte“. Ob der Polizei-Beamte im Gegenzug auch auf das Pferd des Cowboys gestiegen ist, ist nicht bekannt. Hauptsache, die Stimmung war gut.

Das nächste Highlight in Pullman City ist das große US Car-Treffen mit mehr als 1.200 Ami-Schlitten von 4. bis 7. Mai.