Walter Gebhardt als Der Wunderheiler Dr. Samuel Bimborius

1860 kam der in England geborene Dr. Samuel Bimborius nach Amerika. Dort trat er 1861 zu Bürgerkriegsbeginn den „Texasrangers“ der Südstaatenarmee bei. In der Armee amputierte er hauptsächlich Arme und Beine. Nach dem Bürgerkrieg 1865 kaufte er sich einen Wagen, 2 Maultiere und zog als „Wunderheiler“ durch das weite Land. Dort fand er immer wieder gutgläubige Menschen, die auf ihn reinfielen und den „Schund“ für teures Geld abkauften. Er durfte kein zweites Mal an denselben Ort zurückkehren, weil sonst auf ihn der Galgen wartete. Aber das Land war ja so gross, dass er für ein ganzes Leben lang ausgesorgt hatte und es ihm wirklich gut ging.

Pullman City Authentikbereich
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Die wahre Geschichte
Die Quacksalber des Wilden Westens

In den dünn besiedelten, riesigen Gebieten des Westens gab es nur wenige Ärzte und diese ließen sich natürlich in den größeren Städten nieder. Die Menschen in den kleinen Ortschaften und besonders auf dem flachen Land dazwischen bekamen so gut wie nie einen Arzt zu sehen. Selbst bei schwersten Krankheiten mussten sie sich selbst helfen. Die Methoden, die sie dabei anwandten, hatten sie teils von indianischen Medizinmännern und mexikanischen Curanderos (Heilkundigen) übernommen, teils selbst ausgedacht. Dabei ging man nicht gerade zimperlich mit dem Patienten um, auch dann nicht, wenn man selbst der Patient war. Cowboys zum Beispiel, die von einer Klapperschlange gebissen worden waren, schnitten sich den betroffenen Arm oder das Bein ab, um die Ausbreitung des Gifts im ganzen Körper zu verhindern. Wenn das nicht gelang, schossen sie sich eine Kugel durch den Kopf.

Es wurden unzählige Heilmittel für alle nur denkbaren Gebrechen erfunden. Im Wesentlichen beruhten diese Mittel auf Whiskey oder Tee, wobei für „Tee“ so ziemlich jede Pflanze verwendet wurde, aus der sich Flüssigkeit pressen ließ. Welche Zutaten die Wirksamkeit dieser Medizin steigern sollten, das blieb allein der Fantasie des Erfinders vorbehalten. Dabei schreckte man nicht zurück vor Tiermist, Terpentin, Schießpulver, Schlangentalg und getrockneten Antilopenaugen. Der Mangel an Ärzten führte natürlich dazu, dass reisende Quacksalber, die sich gern mit Doktoren- oder Professorentiteln schmückten, in die Bresche sprangen, die Patienten mit den absonderlichsten Methoden behandelten und ihnen ihre selbst gemachten Tinkturen, Salben, Pulver und Pillen verkauften.Gelegentlich soll eines dieser Mittel sogar geholfen haben…